Es ist gar nicht lang her, da fand man auf der unbewohnten Insel „Lobos“, benannt nach den dort ehemals beheimateten Seewölfen, Ruinen. Die Ausgrabungen begannen nachdem Tonscherben und Reste vieler Muscheln darauf hin deuteten, dass es hier Besiedelungen gegeben haben musste. Inzwischen sind sich die Geschichtsschreiber sicher, dass die vor Fuerteventura liegende Insel vor 2000 Jahren ein Labor zur aufwendigen Purpurgewinnung für das Römische Reich gewesen ist. Tausende Schnecken wurden hier verarbeitet, um nur ein Gramm Farbstoff zu gewinnen.
Es erstaunt, dass das Rot zum Färben so mit diesem Ort hier verbunden ist. Purpurschnecken, Färberflechte und Cochinille… „Tierra roja, tierra de luz“, heisst es in einem lanzarotenischem Lied.
Rotes Land, Land des Lichtes.
Ort wertvoller Güter, die lange, lange Wege auf sich nahmen.